Autozulieferer sehen Probleme bei Abkehr vom Verbrenner-Aus
Ein Bericht des MDR Sachsen vom 27. Februar 2025
Lesen Sie im Folgenden den Artikel von MDR.de und hören Sie die dazugehörigen Audioberichte unter folgendem Link: MDR.de | Autozulieferer sehen Probleme bei Abkehr vom Verbrenner-Aus
Mit dabei sind unser Netzwerkmanager Dirk Vogel sowie unsere AMZ-Mitglieder WESKO, Richter + Heß und FDTech.
Autozulieferer sehen Probleme bei Abkehr vom Verbrenner-Aus
27. Februar 2025, 06:41 Uhr, André Seifert
Marcus Wilsdorf blickt mit gemischten Gefühlen in die Zukunft. Er ist Mitgründer und Mitchef der Chemnitzer Firma FDTech, die autonomes Fahren ermöglichen will.
Das Gute sei, sagt Wilsdorf, egal, ob Verbrenner oder E-Antrieb, die Technik, die seine Firma entwickelt, sei überall gefragt: „Von daher werden wir beides brauchen. So sind auch wir als Unternehmen gefragt, uns damit zu beschäftigen, wie wir es schaffen, unsere Technologien so offen zu gestalten, dass sie die Flexibilität haben, egal welches Antriebskonzept und welcher Kundenbedarf da ist.“ Das sei die große Aufgabe der Firma.
FDTech entwickelt Softwaresysteme für autonomes Fahren, mit 170 Mitarbeitern. Aufträge kämen von Volkswagen, Audi und MAN. Kunden, die zurzeit bei großen, innovativen Projekten zögern und eher mit einem Verbrenner-Comeback liebäugelten, sagt Marcus Wilsdorf.
Verbrenner-Aus bis 2035 – eigentlich
Dabei steht die Zukunft direkt und in sehr konkreter Gestalt vor der Tür. Ab 2035 dürfen in der EU nur noch Neuwagen verkauft werden, die emissionsfrei fahren. Für Verbrenner bedeutet das eigentlich das Aus. Eigentlich. Denn in Brüssel lobbyieren immer mehr Hersteller für eine Aufweichung dieses Ziels.
Frust bei den Zulieferern
Es gebe jedoch ein großes Aber: „Das große Problem werden die Finanzen sein. Gerade die Zulieferer arbeiten in dem Bereich von Ertragsmargen zwischen drei und sechs Prozent. Das ist nicht viel. Das heißt, wenn sie in neue Anlagentechnik für den E-Antrieb investiert haben und da die Stückzahlen nicht kommen, heißt das, dass das Geld, das sie ausgegeben haben, nicht wiederkommt oder nicht so schnell wiederkommt“, sagt Vogel. Einige Zulieferer würden es finanziell nicht schaffen, dann wieder in Verbrenner investieren zu müssen.